Scheidentrockenheit

Trockene Haut im Intimbereich ist einfach ein Thema, über das man nicht gern spricht. Dabei leiden sehr viele Frauen unter Vaginaltrockenheit.

Scheidentrockenheit - stilles Leiden vieler Frauen

Millionen Frauen in Deutschland leiden unter Scheidentrockenheit

Besonders in Zeiten, in denen es zu hormonellen Umstellungen im Körper kommt (Schwangerschaft – Stillzeit – Wechseljahre), kann der Feuchtigkeitsgehalt der Scheidenschleimhaut gestört sein. Auch nach einer Anti-Hormonbehandlung im Rahmen einer Krebsbehandlung regeneriert sich die Schleimhaut nur sehr langsam. Die auftretenden Beschwerden wie Jucken, Brennen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl werden von den meisten als störend und belastend empfunden. Vielleicht fühlen auch Sie sich nicht mehr wirklich „wohl in Ihrer Haut“ oder könnten sogar manchmal „aus der Haut fahren“? Wie auch immer: Körperliches Wohlbefinden und die eigene Weiblichkeit sind einfach nicht im Gleichgewicht.

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Was ist Scheidentrockenheit?

Man muss wissen, dass eine gesunde Vagina gut durchblutet ist und Flüssigkeit absondert.

Die schützt die weiblichen Genitalien vor Krankheitserregern, sorgt für ein saures Milieu im Intimbereich und hält die Scheide feucht.

Für den Aufbau der Scheidenschleimhaut ist das Hormon Östrogen verantwortlich.

Bei Scheidentrockenheit wird nicht mehr genug Feuchtigkeit gebildet.

Das kann dazu führen, dass sich die Schleimhaut im Intimbereich trocken und gereizt anfühlt.

Oft ist ein Mangel des Hormons Östrogens die Ursache dafür, dass die Flüssigkeitsproduktion gehemmt ist.

Scheidentrockenheit ist keine Frage des Alters

Scheidentrockenheit betrifft viele Frauen und das in jedem Alter.

Besonders für Frauen nach den Wechseljahren stellt es oft ein Problem dar, wenn die Schleimhäute nach der Hormonumstellung dünner geworden sind. Das spüren die Frauen auch oft an trockenen Augen, trockener Nase und trockenem Mund. Wenn dann noch die falsche Intimpflege gemacht wird, leiden die Frauen leider oft massiv an trockenen Schleimhäuten. Jedoch fast jede 5. Frau in den Wechseljahren leidet auch an Scheidentrockenheit, aufgrund der aktuellen Hormonumstellung. 

Auch junge Frauen, die die Pille nehmen oder gerade eine Schwangerschaft hinter sich haben, können betroffen sein. Oft ist bei jungen Frauen die Intimhygiene falsch oder es besteht ein relativer Östrogenmangel durch zu niedrig dosierte Antibabypillen, Minipillen oder Hormonspiralen.

„Letztendlich betrifft Vaginaltrockenheit früher oder später alle Frauen nach den Wechseljahren, aber die Auswirkungen können von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein.“
Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard
Fachärztin für Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Naturheilkunde und Umweltmedizin

Scheidentrockenheit als Begleitsymtom

Ebenso leiden viele Frauen während der Einnahme bestimmter Medikamente gegen Krebs (Chemotherapeutika) oder depressive Verstimmungen unter trockenen Schleimhäuten. Außerdem können bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen die Schleimhäute in Mitleidenschaft gezogen werden.

So verbreitet die Störung bei Frauen auch ist, so wenig sprechen sie darüber. Man nimmt an, dass nur ca. ein Viertel der betroffenen Frauen das Problem bei ihrem Arzt anspricht und sich helfen lässt. Noch immer wird vaginale Trockenheit als Tabuthema empfunden – kein Wunder also, dass Frauen nicht gerne darüber sprechen.

Scheidentrockenheit kann in allen Lebenslagen auftreten

  • in den Wechseljahren (Perimenopause & Menopause, Post-Menopause)
  • altersbedingt (60+ Jahre) bei trockener Haut
  • bei und nach Krebs
  • bei Diabetes mellitus
  • bei genitaler Vorerkrankung
  • in der Stillzeit
  • aufgrund Kontrazeptiva-Einnahme

Symptome von Scheidentrockenheit

Trockene Haut im Intimbereich ist einfach ein Thema, über das man nicht gern spricht. Dabei leiden sehr viele Frauen unter Vaginaltrockenheit. Das sind die Symptome:

  • Spannungsgefühl in der Scheide (Vagina) und an den Schamlippen

  • Brennen und Jucken im Intimbereich

  • Wiederkehrende Entzündungen

  • Kleine Risse in der Scheidenhaut, leichte Blutungen davon

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

  • Unangenehmens Druckgefühl

  • Schmerzen im Alltag, wie beim Radfahren, Gehen, Joggen, Tanzen, Sauna

Was sind die ersten Anzeichen von Scheidentrockenheit?

Typische Anzeichen zu Beginn von Scheidentrockenheit sind leichtes Zwicken und Jucken in der Scheide.

Meistens fallen die ersten Symptome zunächst bei ganz alltäglichen Bewegungen auf wie etwa beim Gehen, Joggen, Schwimmen, Geschlechtsverkehr oder selbst beim Spaziergang mit dem Hund.

Deutlich unangenehmer wird Scheidentrockenheit spürbar bei Reibung.

Die Beschwerden fangen dann schon beim Tragen enger Unterhosen und Hosen an und können sich beim Einführen eines Tampons steigern.

Schon bei den ersten Anzeichen sollte idealerweise eine Gynäkologin bzw. ein Gynäkologe aufgesucht werden.

Scheidentrockenheit nach der Menopause?

In den ersten Jahren nach Ausbleiben der Menstruation (Menopause) sind die Veränderungen an der Vaginalschleimhaut noch nicht sehr ausgeprägt, und nur bei 4 Prozent der Frauen tritt die vaginale Trockenheit (Atrophie) bereits dann auf. Allerdings wird die Vaginalschleimhaut (und des Urogenitaltrakts) aufgrund dem von der Natur vorgesehenen Hormonmangels mit den Jahren immer trockener. Das bedeutet, dass sieben bis 10 Jahre nach der Menopause fast 50 Prozent der Frauen an Vaginaltrockenheit leiden. Mit zunehmenden Alter sind sogar bis zu 75 Prozent der Frauen von Scheidentrockenheit betroffen. Wissenschaftler fanden heraus, dass 70 Prozent der betroffenen Frauen jedoch nicht über ihre Beschwerden beim Arzt sprechen.

Ursachen von Scheidentrockenheit sind vielfältig

Die Hauptursache für das Auftreten von Scheidentrockenheit ist ein Mangel des Hormons Östrogen, das für den Aufbau der Schleimhaut verantwortlich ist. Das Wort Östrogen (in der Chemie oft Estrogen genannt) kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Leidenschaft“ oder „Schwung“. Eine gesunde Schleimhaut sorgt für Elastizität und ausreichende Feuchtigkeit. Kommt es zu einem Östrogenmangel, wird die Schleimhaut dünner, was auch „Atrophie“ genannt wird.

Hormonell bedingte Ursachen

Östrogenmangel kann durch Veränderungen hormoneller Prozesse in verschiedenen Lebensphasen oder auch durch Medikamente verursacht werden.

  • Wechseljahre

  • Postpartal (die Zeit nach einer Geburt)

  • Hormonelle Verhütungsmittel

Auch psychische Faktoren können Auslöser sein

  • Stress

  • Depression

  • Nervosität

   Weitere Ursachen können sein

  • Falsche Intimhygiene, z.B. mit aggressiven Produkten oder übertriebene Hygiene

  • Rauchen

  • Alkohol

Gyn-Sprechstunde "Scheidentrockenheit"

Sie wollen wissen, in welcher Lebensphase Scheidentrockenheit eintreten kann? Wir haben bei der Frauenärztin für Sie nachgefragt.

Viele weitere Videos rund um Intimgesundheit finden Sie hier in unserer sogenannten Gyn-Sprechstunde.

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